DAS KUNSTWERK
Yasuhiro Chida beschäftigt sich in Analemma mit der Frage, was Raum eigentlich ist und wie etwas Unsichtbares wahrnehmbar werden kann. Kilometerlange weisse Fäden bilden eine dreidimensionale, polygonale Struktur. Auf diese «Raumzeichnung» werden feine Lichtlinien projiziert.
An den Schnittpunkten von Fäden und Licht entstehen unzählige leuchtende Partikel. Je nach Winkel und Position der Fäden scheinen sie sich unterschiedlich schnell zu bewegen. Zarte Regenbogenfarben verstärken den Eindruck eines schwebenden, lebendigen Raumes.
Die Besucherinnen und Besucher können die Installation durchwandern oder sich mitten hineinlegen und den Raum aus unterschiedlichen Perspektiven erfahren.
Der Titel Analemma verweist auf ein astronomisches Phänomen, bei dem sich Licht und Fläche begegnen. Chida schafft mit Analemma einen ähnlichen Dialog zwischen Linie, Fläche, Licht und Raum.
DIE KÜNSTLER
Yasuhiro Chida
Yasuhiro Chida wurde 1977 in Hokkaido, Japan, geboren und lebt und arbeitet in Aragón, Spanien. Seit 2002 entwickelt er Installationen, die sich intensiv mit der Wahrnehmung von Raum beschäftigen.
2025 gründete er das Museum of Spatial Art LLC (MoSA), das sich dem Aufbau eines Museums für räumliche Kunst widmet.
Unter dem Leitgedanken der «Manifestation des Raumes» entwickelt Chida räumliche Werke, die durch einen enormen manuellen Arbeitsaufwand entstehen. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen bedeutenden Ausstellungen und Kunstfestivals weltweit gezeigt. In verschiedenen Ländern wurden grosse Retrospektiven seines Schaffens präsentiert. Chida zählt heute zu den international renommierten Künstlern der Licht- und Raumkunst.
